Für alle wo nimmeh wisse, wo hinne unn voore is im Regeldschungel des Grenzgebietes

Sucht euch raus, was für euch trifft und was ihr so braucht. Das ist ähnlich wie im Supermarkt. Für alle Bedürfnisse gibt es ein spezielles Angebot 😉 – nennen wirs mal so. Hört sich doch viel positiver an als Regel…

https://www.cec-zev.eu/de/themen/coronavirus-in-der-deutsch-franzoesischen-grenzregion/coronavirus-was-bedeutet-das-fuer-die-grenzregion/

Neue Regelungen ab Mittwoch

Da blicke ich ja schon lange nicht mehr richtig durch. Vielleicht geht es ja noch anderen so. Daher hier der Überblick über die neuen Regelungen ab 16.12.

Und hier noch eine Karte mit den aktuellen Zahlen in Frankreich:

https://mapthenews.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/5df19abcf8714bc590a3b143e14a548c

Schwere Entscheidungen

oder doch eher erleichternde? Ich hab jedenfalls beschlossen, diese Weihnachten zu Hause zu verbringen und keine Familienweihnachten zu feiern. MIr ist gestern irgendwie Angst und Bange geworden und ich dachte mir, das ist es doch echt nicht wert. Hier unten findet ihr die Zahlen aus Frankreich. Aber alles in allem ist es ja schon eine stramme Geschichte, die da jetzt auf uns zugekommen ist nun schon über ein Jahr und ich will nicht verantwortlich sein dafür, jemanden angesteckt zu haben – vielleicht sogar ohne es zu wissen. Nach Weihnachten werde ich mir in der Apotheke in Grosblie einen Schnelltest besorgen für 39 Euro und dann mal sehen, wie ich das mit meinen FreundInnen und der Familie mache. Vielleicht wäre so ein Schnelltest – obwohl nicht ganz so sicher – ein schönes Weihnachtsgeschenk für diejenigen, die sich trotzdem zur Feier des Christuskindes treffen wollen. Oder ist es vielleicht auch gar nicht so wichtig, sich genau zu Weihnachten zu treffen, da wir alle mittlerweile den eher Ungläubigen angehören und das familiäre Miteinander im Vordergrund steht. Und das könnte man ja auch mal später nachholen. Wer hat denn wirklich noch die Kirche besucht an Weihnachten und ist traurig, kein Sakrament empfangen zu können an diesem unserem so hochheiligen Tage?

Wie sagte es mein lieber Freund Gerhard und ehemaliger Pfarrer unserer Gemeinde vorhin am Telefon, als er berichtete, eine Rede vorzubereiten: er denkt darüber nach, das Lied „Macht hoch die Tür“ zum Thema seiner Rede zu machen und mit den aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu koppeln. Besonders liegt ihm die Zukunft seiner EnkelInnen am Herzen, die sich teils in der Fridays for Future Bewegung engagieren und die er stark unterstützt.

Hier das Lied: 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

2. Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.

3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
so diesen König bei sich hat.
Wohl allen Herzen insgemein,
da dieser König ziehet ein.
Er ist die rechte Freudensonn,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Gelobet sei mein Gott,
mein Tröster früh und spat.

4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
eu’r Herz zum Tempel zubereit’.
Die Zweiglein der Gottseligkeit
steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch,
ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott,
voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.

Ich habe ihm empfohlen, vielleicht das neue Buch von Maja Göpel zu Rate zu ziehen, um eine Verbindung zum Schöpfer reich von Rat zu knüpfen für seine ZuhörerInnen – oder sind es nur Zuhörer? – vom, verdammt hab den Namen vergessen von diesem Verein, in dem sich viele namhafte Mitglieder unserer Gesellschaft engagieren um Spenden zu organisieren. Egal. Jedenfalls versucht er dort Einfluss zu nehmen und das finde ich toll. Ich bin sehr gespannt auf die Rede und hoffe für uns alle das Beste.

https://www.lemonde.fr/les-decodeurs/article/2020/05/05/coronavirus-age-mortalite-departements-pays-suivez-l-evolution-de-l-epidemie-en-cartes-et-graphiques_6038751_4355770.html

Elon Musk – dieser schräge Vogel – bekommt den Springer Award

Das inspiriert mich aber doch irgendwie. Ich glaube, ich beginne mal zu recherchieren. Und dann mach ich ein Buch draus über unsere Lebensweise und ihre Auswüchse. Merkt ihr, wie unideologisch ich mich ausdrücke? Zu Springer muss man ja auch nicht mehr viel sagen…Auch nicht dazu, dass all diese Wasserträger auf der Veranstaltung ohne Maske rumhampeln.

Nicht nur unsere Erde wird vernutzt, nee – der Weltraum ist jetzt dran. Also alles, was erstmal nix kostet und ne Zeitlang niemandem oder besser gesagt allen gehört hat. Bis es gekapert wurde. Nachdem auch die tiefesten Meeresgründe, Marianengraben oder ewiges Eis erforscht und verbraucht werden/wurden. So z.B. die seltenen Erden, die man für unsere modernen Bildschirme braucht. Grausamerweise wird dafür der Meeresboden durchpflügt. In einer Kunstausstellung in Basel „Circular Flow“ gab es einen sehr eindrucksvollen Film darüber. Auch die Verbindung von Kolonialismus und Naturausbeutung war darin das Hauptthema. Hätte meine Freundin Doris doch nur mal ihren Krimi über diese Themen wirklich zuende geschrieben. Er war nämlich sehr spannend und dystopisch wie das Leben im Moment. Fast würde ich ihn mit Frank Schätzings Romanen vergleichen. Aber leider, leider….Der kreative Prozeß ist einfach störanfällig.

Jetzt ist so ein Heiner wie Musk, der in den USA und wohl auch sonst in vielen Ländern als cooler Innovator gefeiert wird, doch echt in der Lage unseren Weltraum zu versauen als Privatkapitalist. Ist doch Mist. Jeff Bezos will Musk wohl noch übertrumpfen und tausende Satelliten, wahrscheinlich Hauptsache mehr als Elonschatz, im All hinterlegen. Buuuuih. In Deutschland gibt es kein Gesetz, das regelt, wer das darf und das gilt wohl ziemlich weltweit außer in unseren nichtbefreundeten ehemals kommunistischen und jetzt staatskapitalistischen Miterdenbewohnerländern. Da jeder seine Raketen hochschießen darf, hab ich schon überlegt, ob das für mich eine neue Geschäftsidee wäre. Satelliten mit Störfunk für spezielle Kandidaten. Oder Raketen, die dummerweise nicht dort landen, wo sie sollen, sondern BezosMusk Satelliten hart treffen. Ok, das würde mich ruinieren, hätte ich das Geld. Ach, was schöne größenwahnsinnige Träume. Herrlich.

Hier eine Anekdote (Wikipedia), die sich zwischen Elon Musk und Paul Krugman abspielte: Musk bezeichnete im Dezember 2017 öffentliche Verkehrsmittel als „absolut schrecklich“, da man diese zusammen mit Fremden nutzt und einer dieser Fremden ein potenzieller Serienmörder sein könnte.[80] Eine Anmerkung aus dem Publikum, dass öffentliche Verkehrsmittel sehr gut in Ländern wie Japan funktionierten, beantwortete Musk mit dem Verweis auf das bekanntermaßen extreme Gedränge in der Tokioter U-Bahn zu den täglichen Stoßverkehrszeiten, wenn eigens dazu abgestelltes Bahnsteigpersonal die Passagiere regelrecht in die Waggons hineinpresst.[81][82] Musks Aussagen wurden in der Öffentlichkeit und in Expertenkreisen umfassend kritisiert.[81][80] Nach einigen Tagen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Elon Musk, dem ÖPNV-Experten Jarrett Walker und dem Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman. Walker sagte, dass Musks Abscheu, Raum mit Fremden zu teilen, ein Luxus (oder eine Pathologie) sei, den sich nur die Reichen leisten könnten, da Verkehrssysteme, die nach den Vorlieben einer reichen Minderheit konzipiert worden seien, normalerweise nicht für die Mehrheit der Bürger geeignet seien.[83][84] Musk erwiderte: „Du bist ein Idiot“. Später schrieb er: „Entschuldigung […], ich wollte sagen, dass du ein scheinheiliger Idiot bist.“[85][86][87][88] Dies kommentierte Paul Krugman mit seiner Verwunderung darüber, dass „Du bist ein Idiot“ anscheinend Musks Vorstellung eines überzeugenden Arguments sei.[89]

https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/wer-darf-deutschland-satelliten-ins-all-schiessen

Unser Freigang erhöht sich auf einen Radius von 20 km

Immerhin. Ich will nicht meckern sondern freue mich, dass ich wieder zuhause wandern oder radfahren darf und das nicht nur innerhalb eines Kilometers ums Haus rum. Ansonsten öffnen wieder Einzelhandelsgeschäfte, die bisher geschlossen bleiben mussten. Aber Bars und Cafés bleiben geschlossen – voraussichtlich bis zum 20. Januar. Zudem ist auch der Besuch von FreundInnen oder Verwandten immer noch nur in Ausnahmefällen erlaubt. Außerdem kommt eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 7 Uhr ab dem 15. Dezember. Dann braucht man aber die famose Attestation dérogatoire nicht mehr, wenn man sich aus der Haustür wagt. Man fühlt sich bei all dem schon irgendwie sonderbar.

http://www.le-figaro.com/

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-10/coronavirus-weltweit-covid-19-pandemie-neuinfektionen-entwicklung-liveblog

Maßnahmen in Frankreich

https://www.heise.de/tp/features/Frankreichs-schwarze-Corona-Paedagogik-4958818.html

Das kann ich so bestätigen. Jedenfalls erzählen wir Freunde in F, dass es sehr wichtig ist, immer ein aktuelles Formular mitzuführen, sonst ist man bei einer Kontrolle direkt dran. Wobei die Stimmung im Grenzgebiet ganz anders ist als letztesmal beim Shutdown im Frühling. Da war echt niemand mehr draußen zu sehen – für lange Zeit war es auf der Straße sehr leer so im Vergleich zu heute. Die Leute halten sich viel weniger an die 1km Schwachsinnsregelung und man sieht auch hier immer mehr Menschen außerhalb dieser Grenze zum Spazierengehen oder zu Radtouren. Gut so, weil das sowieso Unsinn ist, nicht länger als 1 h und mehr als 1km Radius vom Wohnort draußen sein zu dürfen. Es lebe in diesem Fall der zivile Ungehorsam. Womit ich nicht sagen will, dass man die Kontaktbeschränkungen aushebeln sollte. Aber unsinnige Regelungen zu unterlaufen wird das alltägliche Brot…